4 Gründe, warum das Tantra nichts für dich ist

4 Gründe, warum das Tantra nichts für dich ist

  1. Dein Liebesleben wird sich garantiert verändern.

Wenn du Angst vor Veränderung oder gerade keine Lust & Zeit für sie hast, dann lass es. Und das meine ich mehr als ehrlich.

Es gibt Momente und Zeitspannen, die gänzlich ungeeignet sind, um eine neue Baustelle aufzureißen. Solche Momente könnten das Vorhandensein von einer anderen, großen Baustelle oder mehreren kleinen Baustellen sein. Du steckst z.B. gerade in einer Depression oder größeren Lebens- oder Liebeskrise? Das Tantra wird diese nicht lösen, auch keine Beziehungsprobleme.

Oder du bist ohnehin schon mit den zahlreichen Herausforderungen des Lebens überfordert? Dann fordere dein Glück nicht noch mehr heraus und warte im Zweifel etwas ab. Alle Gefühle und Situationen verändern sich. Immer.

Und jetzt zu deinem Liebesleben. Es wird sich verändern, versprochen.

Die Intention ‚meines‘ Tantras ist, dein Liebesleben auch tatsächlich in die Liebe zu führen. In den meisten Beziehungen wäre der Begriff des ‚Lustlebens‘ eher für die Beschreibung des Ist-Zustands zutreffend, womit die Veränderung so vorprogrammiert ist, wie Blumen im Frühling.

Meist wirkt dies für Männer oder auch lustorientierte Frauen zunächst abschreckend.

Hierzu kann und möchte an dieser Stelle nur sagen: Wir schließen die Lust nicht aus, im Gegenteil. Wir gehen lediglich einen kleinen Umweg über die Liebe. Ob sich diese Extrameile lohnt, musst du schon selbst herausfinden.

2. Tantra konfrontiert dich mit deinen Ängsten.

Hier sollte man nicht um den heißen Porridge herumreden.

Die bewusste Beschäftigung mit deiner Sexualität kitzelt und kratzt an deinen Wurzeln und meine Wahrheit ist, dass es das auch liebevoll tun darf. Denn kaum ein anderes Thema in unserem Leben ist so unbeachtet und unausgesprochen wie die eigene Sexualität, die Liebes- und Lustfähigkeit. In größeren Gruppen, zusammen mit unseren Eltern oder in der Schule werden Liebe und Lust kaum bis gar nicht diskutiert, gelehrt oder gar reflektiert.

Und genau das tun jene modernen und zugleich traditionellen Lehren: Sie fordern dich auf, deine Glaubenssätze und Verhaltensmuster zu hinterfragen und kaum ein Thema geht so tief wie die Sexualität.

Typische Ängste in diesem intimen Bereich sind: Eifersucht, Scham, Schuld, Neid & Frustration und die daraus resultierenden körperlichen und emotionalen Symptome wie Verschlossenheit, Schüchternheit, Anspannung und gesellschaftlicher Rückzug.

Merkst du, das Geniale an dieser so kollektiven Beschreibung? Du bist nicht allein.

Vielleicht kannst du es dir schon vorstellen: Der Support einer Gruppe wie es in Workshops der Fall ist, kann wahre Wunder bewirken. Außerdem ist es ein Ziel in all der Betrachtung des Unbewussten, ihre Botschaften endlich zu verstehen und mit liebevoller Bewusstheit zu verwandeln.

Hier noch eine Geschichte der Warnung, zum Thema Ängste.

Eine Freundin wurde von ihrem Partner nicht nur auf den roten, tantrischen Weg geschubst. Nein, es war vielmehr ein Stoß den Abgrund hinab. Sie zeigte körperlich starke Angstsymptome vor ihrem ersten Seminar wie Übelkeit, Zittern, Bauchschmerzen und sie nahm sogar eine Paracetamol.

Meine Warnung: Mache nicht den gleichen Fehler! Es kann sein, dass du noch nicht so weit bist oder es vielleicht nie sein wirst. Bitte bleibe liebevoll mit dir selbst und deinem aktuellen Sein.

3. Deine unterdrückten Sehnsüchte und Wünsche können sich zeigen

Je mehr du dich für Liebe und Lust öffnest, desto mehr Wahrheit drängt an die Oberfläche. Zu dieser Wahrheit gehören auch deine Sehnsüchte und sexuellen Fantasien. Damit wird teils gezielt gespielt und es gibt fast keine Tabus.

Je offener du, auch in der Kommunikation mit deinem Partner wirst, desto wahrscheinlicher wird sogar Folgendes: Deine Fantasien gehen in Erfüllung.  

Und dies ist Warnung Nr. 3.1.: Deine sexuellen Fantasien zeigen sich und könnten sogar gelebte Realität werden. Dies nennt man auch ‚sexuelle De-Konditionierung‘. Konditionierungen sind antrainierte Verhaltensweisen und Denk- und Fühlmuster.

Beispiel: Die sexuelle Glocke bimmelt und du spürst sofort die Lust im Intimbereich oder die Unlust und Abwehr. Schon das ist eine Konditionierung, ebenso wie Eifersucht oder Scham.

4. Tantra und Sexualität sind eine ernste Angelegenheit, wenn du nicht über dich lachen kannst

Sie wird es auch bleiben und stets sein, wenn du nicht über dich, dein Ego und deine Themen lachen kannst. Und sie wird ernst und anstrengend sein, wenn du deine, an die Oberfläche beförderten Themen wie Ängste, Wut, Scham, Schuld oder alte Verletzungen nicht mit einem Lächeln im Herzen annimmst und verwandelst.

Um es noch einmal klarzustellen: Wenn wir uns tiefgehender mit unserer Sexualität, auch der Liebevollen, beschäftigen, können sich unsere Schatten zeigen.

Ein Beispiel: Du glaubst ein mieser Liebhaber/miese Liebhaberin zu sein oder denkst dies über deinen Partner. Du oder er haben kaum Freude an dem was ihr tut, es scheint vielmehr ein Must-Have eurer Beziehung zu sein.

Der Witz daran ist: Vielleicht ist es so. Akzeptiere den Gedanken, dass du vielleicht bei den so wichtigen Lektionen in Schule oder bei deinen Eltern ‚Wie kann ich mein Sexualleben mit Liebe & Lust bereichern‘ geschlafen oder geschwänzt hast. Lächle, lutsch den Drops, das du ein schlechter Lover bist und beginne zu lernen.

Wichtige Notiz, an alle die weiterhin denken, der Partner sei der schlechte Liebhaber: Dies ist zu 99% eine Lüge. Der Partner ist nur dein Spiegel. Schau hinein und lächle über dich selbst.

Ein weiteres Beispiel: Du spürst schon seit langem Schmerzen beim Sex und an Orgasmus ist so gut wie nie zu denken. Die Penetration funktioniert nur mit Litern an Gleitgel und selbst dann, ist es für dich kaum ein Genuss.

Je klarer dies für dich wird, desto mehr Wahrheit über ihre Ursachen folgen. Vielleicht hilft dir aber der Gedanke, dass es jetzt, wo du um dieses Thema weißt, nur besser werden kann. Schenke dir und dem Thema ein Lächeln und tauche in die Kunst der liebevollen Berührung ein.

Zurück zu Ernst.

Mit dem Fokus auf liebevoller und bewusster Sexualität öffnen wir nicht nur Tore für die Liebe, sondern auch für unsere Ängste.

Es ist wie mit dem Meer, diesem Ozean in uns. An der Oberfläche toben die Wellen und vom Strand aus betrachtet wollen wir nur ungern dort baden gehen. Wenn wir dann doch durch unsere emotionalen Wellen hindurchtauchen, sei es aus Interesse oder Genervtheit von den Wellen, wird es stiller und ruhiger und am Meeresgrund erst finden wir die wahren Schätze & Wunder.

Keine Sorge. Es gibt Schätze, die uns auf dem Weg nach unten schon einen Vorgeschmack von dem geben, was uns dort erwartet. Zauberhafte Korallen, leuchtende und liebevolle Meeresbewohner und Wunder an die wir nie glaubten. Eine Aufgabe ist es, sich nicht in der Angst oder Starre aus der Begegnung mit einem Hai zu verlieren.

Und ganz nebenbei erwähnt: Stelle dir den Schatz am Meeresgrund bitte nicht wie eine kleine Truhe voller Gold vor, eher wie die strahlend schöne Stadt Atlantis.

Du hast trotz meiner radikalen Ehrlichkeit dennoch Interesse?

Wow, dann scheinst du es wirklich Ernst zu meinen mit der Liebe. 😊

In & aus Liebe,

Maria

PS. Das ‚Liebe & Lust machen‘ ist an vielen Stellen, so unerotisch es auch klingen mag, eine Handwerkskunst. Du kannst es lernen und hast es vermutlich einfach nie. Time to go back to school of Lovers.

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Mischa

    Toller Beitrag, so informativ und gleichzeitig unterhaltsam und auch ein wenig fordernd.
    Well played! 😉

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